15. Januar 2015

Zisterzienserpriorat Neukloster öffnet Kunstkammer

Das Wiener Neustädter Zisterzienserpriorat Neukloster will seine Exponate aus der Kunstkammer öffentlich zugänglich machen: Bis 2017 sollen Schauräume, in denen ein Teil der Schätze gezeigt werden, entstehen, ohne das klösterliche Leben zu stören. Bisher wurden mehr als 5.000 Exponate aus über 500 Jahren Klostergeschichte katalogisiert und ausgewählte Objekte restauriert.

Der Bestand der Schatzkammer reicht neben kirchlichen Schätzen, wie einer Korallenkrippe aus dem 17.Jahrhundert über Elfenbeinschnitzerein bis hin zu verschiedenen Gemälden und Möbeln. Die größte Gruppe sind Naturalia, wie Mineralien, Muscheln oder Schneckenschalen. "Eine klassische Kunst und Wunderkammer. Sie hatten den Anspruch, praktisch alles abzudecken", zitiert die Tageszeitung "Kurier" Johanna Wilk, die im Zuge ihrer Dissertation für die wissenschaftliche Aufarbeitung sorgt.

Klosterbibliothek soll adaptiert werden

Im Zuge des Umbaus sollen auch Räume rund um die Klosterbibliothek adaptiert werden. Die Kosten teilen sich das zum Stift Heiligenkreuz gehörende Priorat Neukloster und das Land Niederösterreich. "Wir hätten uns das alleine gar nicht leisten können", meint P. Walter Ludwig, Prior des Neuklosters. Die Landesmittel kommen vom mit 600.000 Euro dotierten Projekt "Schätze ins Schaufenster".

Zisterzienserpriorat Neukloster

Das Zisterzienserpriorat zur Heiligsten Dreifaltigkeit in Wiener Neustadt, kurz Neukloster genannt, gehört zu den jüngsten mittelalterlichen Klostergründungen in Österreich. Von König Friedrich III. (ab 1452 Kaiser Friedrich III.) 1444 gegründet, dauerte die Eigenständigkeit des Klosters als Abtei über den Josephinismus hinaus bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1881 gab das Neukloster schließlich seine Selbständigkeit auf. Es vereinigte sich "auf immerwährende Zeiten" mit dem Zisterzienserstift Heiligenkreuz in Niederösterreich.

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