31. März 2023

Beratungen über die Situation von Ordensgemeinschaften in Rom

Von 28. bis 30. März 2023 hat das Dikasterium für das geweihte Leben (Religiosenkongregation) eine Konferenz zum Thema „Ordensinstitute in kritischen Phasen: Unterscheidung und Begleitung“ einberufen. Eingeladen waren zu diesem Treffen Vertreter:innen aus 17 Ordenskonferenzen und Bischofskonferenzen, um über zu Ende gehende Ordensgemeinschaften und Hilfestellungen für diese zu beraten.

Br. Andreas Murk (Deutschland), Sr. Sara Böhmer (Niederlande), Erzabt Korbinian Birnbacher, Sr. Christine Rod und Sr. Maria Thoma Dickow (Deutschland) (v.l.n.r.) berieten in Rom über zu Ende gehende Ordensgemeinschaften und Hilfestellungen für diese. (c) ÖOK

Die Teilnehmenden waren vor allem aus „westlichen“ Ländern, in denen die Zahl von Ordensleuten am Sinken ist: Mittel- und westeuropäische Länder, aber auch Polen; dazu noch USA, Kanada und Australien. Auch alle Verantwortlichen aus dem Dikasterium waren da, allen voran Kardinal Joao Braz de Avis und Erzbischof Jose Rodriguez Carballo. Die beiden Teilnehmenden aus Österreich waren Erzabt Korbinian Birnbacher, der Vorsitzende der Österreichischen Ordenskonferenz, und Generalsekretärin Sr. Christine Rod.

Die Hauptthemen dieser Konferenz waren:

  1. Die kritische Dimension der Orden in der konkreten Wirklichkeit
  2. Charisma und Innovation
  3. Zusammenarbeit mit Laien
  4. Die Ordenskonferenzen als Netzwerk untereinander, mit der Bischofskonferenz und mit dem Dikasterium.

Länder in verschiedenen Ausgangslagen

Die Situationen der einzelnen Länder sind verschieden. Manche Ordenskonferenzen beginnen gerade erst mit so etwas wie Bestandsaufnehmen, welche Ordensgemeinschaften welche Unterstützung brauchen. Andere haben schon klare Erhebungen durchgeführt, haben Handreichungen für die einzelnen Orden erstellt oder haben auch schon strukturelle Hilfen aufgebaut, wie z.B. in Österreich das Institut Österreichischer Orden.

Nach Sprachgruppen (bzw. Kulturkreisen) wurden die Impulse der Verantwortlichen des Dikasteriums diskutiert, wurde die eigene Situation erörtert und wurde nach Lösungen oder zumindest nach Hilfestellungen in der aktuellen Situation gesucht. Sehr deutlich war der Wunsch, derartige Gespräche (auch per Zoom, und in Sprachgruppen) mit dem Dikasterium zu wiederholen, um von den Entscheidungsträgern in Rom noch besser verstanden zu werden und im gemeinsamen Gespräch weitere notwendige Schritte entwickeln zu können.


Weiterlesen:

Institut Österreichischer Orden

Erzabt Birnbacher: Orden leben Synodalität

[sr. christine rod]