06. Februar 2024

Appell der Franziskanerinnen Vöcklabruck für „wertvollen, respektvollen Dialog“

Für mehr Feingefühl im gegenseitigen Umgang und eine Kultur des Miteinanders sprechen sich die Vöcklabrucker Ordensfrauen in der jüngsten Ausgabe ihres FranziskanerinnenMagazins aus, das sich dem Schwerpunktthema „Dialog“ widmet. Dialogbereitschaft sei ein Gebot der Stunde – ob auf diversen Social-Media-Plattformen, in der Politik oder in der Familie.

Sr. Angelika Garstenauer

Sr. Angelika Garstenauer, Generaloberin der Franziskanerinnen von Vöcklabruck, fordert in der aktuellen Ausgabe des FranziskanerinnenMagazins: „Bleiben wir im Gespräch – seien wir offen!“ © Zopf Photography

 

Die Generaloberin der Franziskanerinnen von Vöcklabruck, Sr. Angelika Gerstenauer, mahnt in ihrem Artikel, dass mangelnde Dialogbereitschaft die Kultur des Miteinanders gefährdet. Ein guter Dialog erfordere eine Begegnung auf Augenhöhe und eine „liebevolle innere Einstellung“, die auf vorschnelles Bewerten und Beurteilen in Gedanken sowie auf Dazwischenreden verzichte und sich dem anderen nicht verweigere.

 

Bei der Einordnung von Sachverhalten, Handlungen und Meinungen komme es oft zu einer vereinfachten Schwarz-Weiß-Sicht, kritisiert die couragierte Ordensfrau. Ihr Appell: „Wenn wir in der Gesellschaft, in der Familie oder bei der Arbeit im Gespräch bleiben und dabei unsere Sprache mit Feingefühl und Wahrhaftigkeit einsetzen, können wir Spaltungen vermeiden und neue Beziehungsbrücken aufbauen.“

 

FranziskanerinnenMagazin 1/2024

Schwerpunktthema „Dialog“: Die jüngste Ausgabe des FranziskanerinnenMagazins widmet sich der Kultur des Miteinanders. © Canva

 

Aus der Bubble zur echten Begegnung

Dem Problem der Algorithmus-gesteuerten „Filterblasen“ in Sozialen Medien widmet sich Sr. Ida Vorel, Social Media Managerin der Franziskanerinnen von Vöcklabruck. Sie weist auf die Folgen dieser Entwicklung hin und ermuntert zu Begegnungen im echten Leben sowie zur Diskussion auf Augenhöhe außerhalb der Sozialen Medien.

 

Dialog als franziskanische Grundhaltung

Dialog sei eine franziskanische Grundhaltung, schreibt Generalvikarin Sr. Teresa Hametner in ihrem Kommentar: „Franziskus hegte keine Vorbehalte gegen den vermeintlichen Feind, sondern versuchte im Gespräch mit dem Sultan, den Kreuzzug zu beenden und Frieden zu stiften. Auch wenn er damit letztendlich gescheitert sei, bleibe seine Initiative ein „frühes Beispiel des Kulturdialogs, in dem Respekt und Wille zum Frieden im Vordergrund standen“, betont Sr. Hameter. Generaloberin Angelika Garstenauer ermuntert daher: „Bleiben wir im Gespräch – seien wir offen!“

 


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