20. Juni 2024

Ursulinen verlassen Standort in Klagenfurt

Wie die „Kleine Zeitung“ am 19. Juni 2024 berichtete, verlassen die letzten vier Schwestern der Klagenfurter Ursulinen nach über 350 Jahren ihren Standort in der Ursulinengasse. Drei Schwestern werden Teil der Ordensgemeinschaft in Salzburg, eine zieht in eine Wohnung.

Die verbliebenen vier Schwestern der Klagenfurter Ursulinen verlassen ihren Standort in der Kärntner Landeshauptstadt.

Die verbliebenen vier Schwestern der Klagenfurter Ursulinen verlassen ihren Standort in der Kärntner Landeshauptstadt. (c) St. Ursula Klagenfurt

 

„Der Wohnbereich wird geschlossen. Nicht aber der Konvent. Bei Letzterem handelt es sich um eine juristische Person, die nicht geschlossen werden kann“, meinte Sr. Marina Zittera, Priorin der Ursulinen in Österreich, gegenüber der „Kleinen Zeitung“.

 

Lange ordensinterne Überlegungen

Ordensintern habe man lange überlegt, wie es weitergehen soll. „Wir haben seit 40 Jahren keinen Nachwuchs mehr. 2020 kam die Coronapandemie, Schwestern sind gestorben und die Gemeinschaft ist binnen kurzer Zeit auf vier Personen geschrumpft“, sagte Sr. Marina Zittera.

 

Die drei Schwestern, die nach Salzburg übersiedeln sind über 90, eine, Maria Nopp, ist mit 106 Jahren die älteste Klagenfurterin. „Ihnen soll eine gute Pflege von Schwester zu Schwester ermöglicht werden, nicht in einem Altersheim.“

 

Schwestern sind offen für Neues

Die Betroffenen würden trotz ihres hohen Alters offen für Neues sein, meinte Sr. Marina Zittera: „Eine von ihnen meinte zu mir, dass sie bereits in Linz, Wien, Leoben und Klagenfurt gelebt hätte und ihr Salzburg noch fehlen würde.“ Wie der Wohnbereich künftig genutzt wird, soll nach der Renovierung entschieden werden.

 

Auf die pädagogischen Betreuungseinrichtungen der Ursulinen hat der Weggang der Schwestern allerdings keinen Einfluss.

 

Quelle: Kleine Zeitung